Der Name

Die Hopfenspinnerei ist im Schloss Walpersdorf nahe St. Pölten in Niederösterreich zu Hause. Auf diesen besonderen Ort bezieht sich auch ihr Name. Im Schloss war dereinst nämlich eine Seidenspinnerei untergebracht. Die Doppeldeutigkeit des Begriffs Spinnerei, die ja auch durchaus auch hinter der Stirn sitzen kann, war bei der Namensgebung nicht unerwünscht 🙂

Die Biernamen

Auch die Namen unserer Biere haben historische Wurzeln. Camillo, Eleonora und Georg Ludwig waren allesamt auf Schloss Walpersdorf zu Hause. Wir nehmen an, dass sie alle drei begeisterte BiertrinkerInnen waren!

Die Etiketten

Die Illustrationen unserer Labels stammen aus der Feder der großartigen Illustratorin Monika Maslowska, die unsere Ideen scheinbar mühelos zu Papier gebracht hat.

strictly craft

Eine umfassende Definition von craft beer ist nicht ganz einfach, im Wesentlichen ist damit aber Bier gemeint, das handwerklich gebraut wird.
Großbrauereien haben jedoch findige Marketing-Abteilungen und so hat es nicht lange gedauert, bis etliche von ihnen Produkte unter dem Schlagwort craft beer auf den Markt geworfen haben. Das ist natürlich weder verboten, noch sind die Biere automatisch schlecht. Sie haben mit der craft beer-Bewegung im eigentlichen Sinne aber in der Regel nichts zu tun. Dieses Verhalten hat nicht nur die KonsumentInnen nachhaltig verwirrt, sondern sogar dazu geführt, dass viele Kleinbrauereien, also die eigentlichen craft beer-Brauer, sich von dem Begriff distanziert haben.
So bedauerlich wir die Vereinnahmung der craft beer-Bewegung für die Marketingzwecke der Industriebrauereien finden, so wenig glauben wir, dass sie von Dauer ist. Über kurz oder lang werden sich die Großbrauereien wieder auf ihre Massenproduktion konzentrieren und die Kleinbrauereien werden noch immer da sein. Wir sagen, die craft beer-Bewegung hat einen längeren Atem als die Marketing-Extravaganza der Großbrauereien und machen daher: strictly craft beer.

same same, but different!

Bier ist Bier, könnte man sagen – stimmt aber nur teilweise. Unter den bekannten Biermarken haben die meisten BiertrinkerInnen eine Lieblingsmarke und eine, die sie nach eigenen Angaben unter keinen Umständen trinken mögen. De facto können die wenigsten Leute in Blindverkostungen aber das Lieblingsbier vom Pfui-Bier unterschieden. Das liegt daran, dass die Bierindustrie in den vergangenen Jahrzehnten ihren Produkten möglichst alle Ecken und Kanten abgeschmirgelt hat. Denn je weniger das Produkt polarisiert, desto mehr lässt sich davon verkaufen. Industriebiere des gleichen Stils ähneln einander daher stark.
In Kleinbrauereien wie unserer stehen hingegen oft spezielle Zutaten, neue Hopfenzüchtungen und der Spaß am Experimentieren im Mittelpunkt – so ist es auch bei uns. Wichtig ist uns dabei aber, unerfahrene craft beer-TrinkerInnen nicht zu überfordern. Unsere beiden Standard-Sorten Camillo und Eleonora sind daher sehr ausgewogene und unkomplizierte Kreationen. Zum Austoben haben wir unseren special elephant Georg Ludwig 😀

Wäh, Bier mit Obst?

Craft beer wird oft als „Bier mit Geschmack“ beschrieben, manche vermuten Obst oder Gemüse in den Flaschen. Wenngleich das in manchen Fällen zutreffen kann, handelt es sich meist um ein grundsätzliches Missverständnis. Craft beer riecht häufig nach exotischen Früchten oder Zitrusfrüchten. Das liegt an den Aromahopfensorten, die craft beer-BrauerInnen Fetisch und Götze sind. Weil viel bekanntlich viel hilft, wird craft beer oft überschwänglichst gehopft, um anschließend nach Mango, Maracuja oder Grapefruit zu duften. Wichtig zu wissen ist, dass fruchtiges Aroma keineswegs fruchtigen Geschmack bedingt. Stark gehopfte Biere zeichnen sich sogar ganz im Gegenteil durch eine ausgeprägte Bittere aus. Auch wir können und wollen uns dem Reiz der duftigen Hopfen nicht erwehren und packen sie mit Begeisterung in unsere Georg Ludwig-Kreationen.

Mein Name ist Evelyn Bäck. Ich bin Inhaberin, Brauerin, Biersommelierière, Office Managerin, Grafikerin, Social Media-Team, Putzfrau und auch sonst alles in der Hopfenspinnerei – mit anderen Worten: die Hopfenspinnerei ist mein ein-Frau-Unternehmen.

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass auf der Website trotzdem immer von „uns“ und „wir“ die Rede ist. Das liegt daran, dass die große Aufgabe dieser kleinen Brauerei ohne die tatkräftige Unterstützung meiner fabulösen Familie niemals zu stemmen wäre. Mein Lebensgefährte, durch meinen Enthusiasmus mit know-how infiziert, steht euch in der Brauerei genauso wie ich beratend zur Seite. Meine Mutter ist die Problemlöserin vom Dienst und nimmt sich ohne zu zögern jeder noch so undankbaren Aufgabe an. Danke :-*

Ich selbst habe vor der Hopfenspinnerei unterschiedlichste Positionen der Kategorie „was mit Medien“ bekleidet, zuletzt einige Jahre als Leiterin des Bereichs Marketing und PR der Seefestspiele Mörbisch.
Das Thema Brauen begleitet mich schon länger hobbymäßig. Zahlreiche Versuche (und Fehlversuche!) später braue ich in der Hopfenspinnerei für euch mit Liebe ausgesuchte Rezepturen mit wenig bis mäßig Alkohol. 2015 habe ich die Ausbildung zur Biersommelière des Verbands der Brauereien Österreichs abgeschlossen und möchte euch als solche bei meinen kommentierten Verkostungen auch  Bierwelten näherbringen, von deren Existenz ihr bisher vielleicht gar nichts geahnt habt.